Kriminalität allgemein

Januar 31st, 2009 § 0

Bruttonationaleinkommen Tansania / Deutschland

Bruttonationaleinkommen Tansania / Deutschland

Armut und die mieße wirtschaftliche Situation in Tansania befördern die Kriminalität. Allgemein besteht überall die Gefahr Opfer eines Diebstahls, Überfalls oder Trickbetrugs zu werden. Die Gefahr potenziert sich wenn du weiß bist und wenn du dich in touristischen Gebieten aufhälst. Dazu gehört Iringa und Umgebung grundsätzlich nicht.

Trotzdem bist du als Weißer für die meisten Afrikaner ein Symbol von unendlichem Reichtum und Gelegenheit macht ja bekanntlich Diebe. Sei deshalb auf Reisen immer wachsam und handle umsichtig und vorsichtig. Wie du konkret gefährlichen Situationen vorbeugen kannst werden wir in einem anderen Artikel aufschreiben.

Gerade Diebe genießen kein großes Ansehen, die Aggression von Einheimischen gegen Diebe wird ein wenig dadurch relativiert das du ein Weißer bist und es dir wahrscheinlich nicht so weh tut, wie wenn ein armer Afrikaner beklaut wurde. Generell kannst du nach einem Diebstahl mit der Hilfe der Einheimischen rechnen, wenn du dich laut genug bemerkbar machst. Sei dir aber auch bewusst was passiert wenn der Dieb festgehalten wird. Mit ihm wird sicherlich nicht zimperlich umgesprungen. Ryszard Kapuściński beschreibt hier eine Situation vor ca. 50 Jahren in Nigeria:

…Doch hier überzeugte ich mich bald davon, dass es einen gewissen psychischen Luxus darstellt, einen Diebstahl bloß als Erniedrigung und Betrug anzusehen. Nachdem ich einige Zeit unter den Armen meines Viertels gewohnt hatte, begriff ich, dass ein Diebstahl, sogar ein geringfügiger Diebstahl, ein Todesurteil bedeuten kann. Ich sah in einem Diebstahl einen Totschlag, einen Mord. In der kleinen Gasse lebte in einem Winkel eine alleinstehende Frau, deren einziger Besitz ein Topf war. Sie verdiente ihren Lebensunterhalt damit dass sie von den Gemüßehändlerinnen Bohnen auf Kredit kaufte, diese kochte, mit Soße zubereitete und an die Leute verkaufte. Für viele war eine Schüssel Bohnen die einzige Mahlzeit am Tag. Doch eines Nachts weckte uns ein durchdringender Schrei. Die ganze Gasse schrekcte auf. Die Frau rannte verzeifelt und wie von Sinnen herum: Man hatte ihr den Topf gestohlen, und damit hatte sie das einzige Hilfmittel verloren, von dem sie lebte.

Aus: Die Erde ist ein gewalttätiges Paradies, Piper Verlag. Seite 95 / 96

Drogen

Januar 31st, 2009 § 0

Das wir nicht wollen das Drogen von den Freiwilligen konsumiert werden ist klar. Dennoch muss dieses Thema angesprochen werden, da der Umgang mit Drogen in Tansania sehr strikt bestraft wird. Natürlich ist deren Ein- und Ausfuhr strengstens verboten.

Wenn du in Tansania unterwegs bist ist die Wahrscheinlichkeit das man irgendwie mit Drogen in Kontakt kommt sehr hoch. Früher oder später wird dich sicher jemand darauf ansprechen ob du nicht was kaufen möchtest. Es reicht aber auch schon einen Joint nur in der Hand zu haben, weil jemand mal gerade aufs Klo musste und du den Joint mal eben nur halten sollst. Merk dir einfach das Zeug nicht anzulangen egal unter welchen Umständen, halte einfach Abstand und mach dich aus dem Staub und die Problematik hat sich sehr einfach erledigt.

Sei dir immer bewusst das du als Weisser ein beliebtes Ziel bist für korrupte Polizisten die sich hohe Schmiergelder erhoffen.