Der Spenderkreis

Februar 1st, 2009 § 0

Machst du einen Freiwilligendienst bei weltwärts mit uns, dann musst du einen Spenderkreis oder auch Förderkreis aufbauen. Dieser muss dich mit 150 € im Monat unterstüzen. Bei einer normalen Einsatzdauer von 12 Monaten also insgesamt 1800 Euro. Das klingt erstmal nach viel Geld, aber mit ein wenig Einsatz deinerseits ist es ganz einfach.

Organisatorisches

Zu allererst solltest du zu deiner Bank gehen um ein zweites Konto extra für deine Spenden zu eröffnen, so kannst du einfacher die Geldbewegungen verfolgen und die Gelder versinken nicht einfach zwischen Taschengeld, Gehalt und deinen Ausgaben.

Hast du deinen Unterstützerkreis vollständig überweist du das Geld an den SCI. Der stellt dir auch auf Wunsch Spendenquittungen aus, die du an deine Spender weitergeben kannst die das gewünscht haben.

Grundlegendes

Du sammelst die Spenden ja um die 25% der Kosten zu decken die das BMZ nicht übernimmt. Vermeide bei den Formulierungen in denen du um Spenden bittest den Eindruck zu erwecken das du versuchst deine Reisekosten zu decken und überlege dir schon mal was du darauf antwortest falls dich jemand damit konfrontiert. Das ist nämlich nicht so, jemand der dir spendet ermöglicht es das du wertvolle Arbeit in Tansania leisten kannst. Erkläre das den Leuten auch so!

Spenden ist ein geben und nehmen. So blöd es klingt, die Leute wollen was für ihre Spenden haben. Keine Materiellen Dinge, aber mindestens ein Grund warum sie dir Spenden sollen. Überlege dir also was du als Gegenleistung für eine Spende bieten kannst. Bei einer Zeitung wären das zum Beispiel ein oder mehrere Artikel, bei Freunden und Bekannten ein Diavortrag nach deiner Reise usw. Außerdem ist es immer wichtig Transparenz zu zeigen. Sage den Leuten was mit ihrem Geld geschieht, Informiere sie durch Rundmails oder einen Blog.

Sei dir bewusst, dass wenn du nach Spenden fragst auch negative Anworten zurück kommen werden. Nicht jeder ist so enthusiastisch und begeistert von deinem Projekt. Außerdem kann es auch viele Gründe geben warum dir nicht gespendet wird, die gar nichts mit dir zu tun haben. Du wirst vielleicht auch Kritik unterschiedlichster Art zu hören bekommen. Sachliche Kritik verdient auch eine sachliche Antwort. Lasse dich aber davon nicht beirren, lass dich von Rückschlägen anspornen weiter zu machen, nimm dir Kritik zu herzen und überlege dir wie du sie umsetzen könntest und ob es sinnvoll ist.

Konkrete Tipps

Freunde, Bekannte und Verwandte sind natürlich deine erste Anlaufstelle. Ruf sie an, schreibe Briefe und Emails.

Sparkassen und Volksbanken haben oft Spendentöpfe die sie über das Jahr an gemeinnützige Vereine und gute Zwecke verteilen. Vielleicht ist ja auch was für dich dabei? Schreibe am besten gleich an den Filialleiter, er entscheidet das meist selbst, außerdem solltest du natürlich auch ein Konto bei der Bank haben oder als Kunde bekannt sein, sonst kannst du es eigentlich gleich vergessen.

Zeitungen und Medien deiner Region freuen sich immer wenn sie Inhalte bekommen. Biete für ein Honorar eine Zusammenarbeit in Form von Artikeln, Interviews oder anderen Formaten an.

Bist du bereits Mitglied in einem Verein? Klasse! Dann versuch doch einfach eine Aktion mit dem Verein auf die Beine zu stellen bei der dein Projekt unterstüzt wird, das ist für den Verein natürlich auch eine gute Publicity.

Nimm Kontakt zu einem Rotary oder Lions Club in deiner Umgebung auf. Mit ein bisschen Überzeugungsarbeit unterstüzen sie dich sicherlich.

Unternehmen sind immer ein guter Anlaufpunkt. Besonders wenn diese Unternehmen in irgendeiner Form macht, was auch in unserem Projekt geschieht. Eine gutes Anschreiben und einige Versuche und mit ein bisschen Glück ist dein Spenderkreis gewachsen. Bedenke aber das Unternehmen oft viele solcher Anfragen bekommen, deine Bitte muss natürlich unter den anderen Herrausragen. Am besten ist hier natürlich Vitamin B. Entweder du selbst oder einer deiner Bekannten arbeiten in einer Firma die du Anfragen möchtest, dann wissen die meisten oft schon bescheid ob du überhaupt Chancen hast und an wen du dich wenden musst.